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Altersvorsorge: Auch kleine Beträge können ein Anfang sein
Hundert Euro mehr im Monat – und viele Menschen würden erstmals fürs Alter sparen oder ihre bestehende Vorsorge erhöhen. Einer aktuellen Umfrage zufolge gilt das für die Mehrheit der 18- bis 59-Jährigen. Das größte Hindernis ist dabei nicht mangelndes Interesse: Vielen fehlt schlicht der finanzielle Spielraum. Wer keine 100 Euro monatlich entbehren kann, muss das Thema Altersvorsorge jedoch nicht vollständig aufschieben. Auch kleinere regelmäßige Beträge können über einen langen Zeitraum einen Unterschied machen. Entscheidend ist zunächst, einen Betrag zu wählen, der dauerhaft zum eigenen Budget passt. Steigt später das Einkommen oder sinken andere Ausgaben, kann die Sparrate angepasst werden. Gerade bei langfristiger Geldanlage spielt außerdem die Zeit eine wichtige Rolle, weil Erträge wiederum neue Erträge erwirtschaften können. Vor dem langfristigen Sparen sollten allerdings die finanziellen Grundlagen stimmen. Ein Notgroschen für unerwartete Ausgaben kann verhindern, dass eine Altersvorsorge bei der nächsten Autoreparatur oder einer hohen Nebenkostenabrechnung wieder angetastet werden muss. Ebenso lohnt sich ein Blick auf bestehende Vorsorgeverträge und mögliche staatliche oder betriebliche Förderung. Altersvorsorge muss deshalb nicht mit einem großen Betrag beginnen – wichtiger ist, die eigenen Möglichkeiten zu kennen und regelmäßig zu prüfen, ob sich der finanzielle Spielraum verändert hat. Quelle: DIA-Deutschland-Trend, Befragung von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), August 2026.
E-Scooter: Welche Regeln Fahrer kennen sollten
E-Scooter gehören längst zum Straßenbild. Ende 2025 waren in Deutschland rund 1,66 Millionen Fahrzeuge versichert, davon etwa vier von fünf in Privatbesitz. Gleichzeitig steigt die Zahl der Unfälle. Wer mit dem E-Scooter unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur die Verkehrsregeln kennen, sondern auch an den vorgeschriebenen Versicherungsschutz denken. Für einen E-Scooter ist eine eigene Kfz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Als Nachweis dient die Versicherungsplakette am Fahrzeug. Die Haftpflicht kommt für Schäden auf, die Fahrer anderen zufügen. Eigene Verletzungen oder Schäden am eigenen Scooter sind damit dagegen nicht automatisch versichert. Wer einen privaten E-Scooter kauft, sollte deshalb nicht losfahren, bevor der Versicherungsschutz besteht. Auch die Verkehrsregeln werden leicht unterschätzt. E-Scooter gehören grundsätzlich auf Radwege oder – wenn diese fehlen – auf die Fahrbahn, nicht auf den Gehweg. Zu zweit auf einem Scooter zu fahren, ist ebenfalls verboten. Besonders wichtig sind die Alkoholregeln: Für E-Scooter gelten grundsätzlich dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer. Für Fahrer unter 21 Jahren und Führerscheinneulinge in der Probezeit gilt die Null-Promille-Grenze. Verstöße können nicht nur Bußgelder und Punkte nach sich ziehen, sondern auch Auswirkungen auf den Führerschein haben. Dass Vorsicht nötig ist, zeigen die Unfallzahlen: 2025 wurden mehr als 16.000 E-Scooter-Unfälle mit Verletzten registriert. Auffällig ist zudem, dass Leih-Scooter mehr als doppelt so häufig Haftpflichtschäden verursachen wie private Fahrzeuge. Unabhängig davon, wem der Scooter gehört, gilt deshalb: Regeln kennen, Rücksicht nehmen und im Zweifel lieber einmal mehr abbremsen. Quellen: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV); Statistisches Bundesamt.
ETF-Auswahl: Worauf Anleger bei mehr als 3.000 Fonds achten sollten
ETFs sind bei deutschen Anlegern angekommen: Mehr als jeder fünfte Erwachsene investiert inzwischen in börsengehandelte Indexfonds. Gleichzeitig wird die Auswahl immer unübersichtlicher. Mehr als 3.000 ETFs stehen mittlerweile zur Verfügung. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, muss sich davon aber nicht verrückt machen lassen. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist die breite Streuung. ETFs auf weltweite Aktienindizes verteilen das angelegte Geld auf zahlreiche Unternehmen, Länder und Branchen. Dadurch hängt die Entwicklung weniger stark von einzelnen Firmen oder Märkten ab. Anders sieht es bei Themen-ETFs aus, die beispielsweise ausschließlich auf Künstliche Intelligenz, Wasserstoff oder Cybersecurity setzen. Solche Fonds konzentrieren das Geld auf einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt des Marktes und können deshalb stärkeren Schwankungen unterliegen. Auch niedrige Gebühren sind wichtig, sollten aber nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Anleger können zusätzlich darauf achten, welchen Index ein ETF abbildet, wie genau ihm das langfristig gelingt und wie groß der Fonds ist. Vor allem sollten sie sich vor der Auswahl über ihr Anlageziel und den gewünschten Zeitraum klar werden. Denn auch ein weltweit gestreuter Aktien-ETF schwankt im Wert und eignet sich deshalb vor allem für Geld, das langfristig angelegt werden kann. Quelle: Finanztip/Civey, August 2026.
Starkregen kann jedes Haus treffen
Gewitter, Starkregen und überflutete Keller: Naturgefahren verursachen jedes Jahr Milliardenschäden. Trotzdem fehlt bei vielen Wohngebäuden noch ein wichtiger Versicherungsschutz. Sturm und Hagel gehören in Deutschland zu den häufigsten Ursachen für Gebäudeschäden. Doch auch Starkregen, Überschwemmungen und Rückstau richten immer wieder hohe Schäden an. Viele Hausbesitzer unterschätzen dabei ihr persönliches Risiko. Nach Angaben der Versicherungswirtschaft verfügen zwar die meisten Wohngebäude über eine Wohngebäudeversicherung. Dennoch haben rund 41 Prozent der Gebäude keinen zusätzlichen Schutz gegen sogenannte Elementargefahren wie Starkregen oder Überschwemmungen. Dabei kann Starkregen grundsätzlich überall auftreten – unabhängig davon, ob ein Haus in Flussnähe steht oder nicht. Fallen innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen, können Kanalisationen überlastet werden. Wasser dringt dann über Kellerfenster, Lichtschächte oder Rückstau in Gebäude ein. Elementarschäden sind häufig besonders kostspielig. Während versicherte Schäden durch Sturm und Hagel im Durchschnitt bei rund 2.100 Euro liegen, verursachen Schäden durch Überschwemmung oder Starkregen durchschnittlich etwa 4.700 Euro. Hausbesitzer sollten daher regelmäßig prüfen, ob ihre Wohngebäudeversicherung auch Elementarschäden einschließt. Mieter können entsprechende Risiken über ihre Hausratversicherung absichern. Wichtig ist außerdem die Vorsorge am Gebäude selbst. Rückstausicherungen, gesicherte Kellerfenster und eine geschützte Lagerung wertvoller Gegenstände im Keller können Schäden deutlich reduzieren. Wer sein individuelles Risiko besser einschätzen möchte, kann spezielle Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten nutzen. Sie geben eine erste Orientierung, wie stark ein Standort von Naturgefahren betroffen sein könnte. Quelle:Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Nach GDV-Daten verfügen rund 59 Prozent der Wohngebäude in Deutschland über eine Elementarschadenversicherung. Naturgefahren verursachten 2025 Schäden in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.
Versicherungen: KI wird zum Helfer – ersetzt die Beratung aber nicht
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Versicherungsalltag. Immer mehr Menschen können sich vorstellen, KI beim Ausfüllen von Anträgen, beim Prüfen bestehender Verträge oder sogar bei der Einschätzung eines Schadens einzusetzen. Besonders groß ist das Interesse an Anwendungen, die komplizierte Versicherungsunterlagen verständlicher machen und den Überblick erleichtern. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass inzwischen mehr als jeder Zweite KI beim Ausfüllen eines Versicherungsantrags nutzen würde. Auch bei der Analyse bestehender Policen oder der Beantwortung von Fragen zum Versicherungsschutz stößt die Technologie auf wachsende Akzeptanz. Deutlich zugenommen hat zudem die Bereitschaft, Fotos von Schäden durch eine KI auswerten zu lassen, um eine erste Einschätzung der Schadenhöhe zu erhalten. Trotz dieser Offenheit bleibt das Vertrauen in die eigene Entscheidung und persönliche Beratung groß. Nur eine Minderheit hält KI für den besseren Ratgeber als einen Menschen. Für Verbraucher kann KI deshalb vor allem eine praktische Unterstützung sein – etwa um Verträge verständlicher zu machen, Angebote zu vergleichen oder Informationen schneller zu finden. Die eigentliche Entscheidung für oder gegen eine Versicherung sollten sie jedoch weiterhin auf Grundlage ihrer persönlichen Situation treffen. Quelle: Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, Juli 2026.
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